TIDAL Rising: Golf im Interview zu “Playa Holz”

TIDAL Rising: Golf im Interview zu “Playa Holz”

Die vier Freunde Jonathan, André, Wolfang und Nils machen schon seit Kindertagen zusammen Musik, zogen von Essen nach Köln und starteten 2014 ihre neue Band Golf. Ihr Sound ist funky, federleicht und man möchte einfach sofort dazu tanzen, idealerweise mit ordentlich Sand zwischen den Zehen.

Jetzt haben sie ihr Debütalbum “Playa Holz” veröffentlicht: Strahlender Pop zwischen Phoenix, Caribou und Michael Jackson, dazu jugendlich-unbeschwerte und doch oft hintersinnige Texte. Ein rundum perfektes Sommeralbum eben, mit ordentlich Playa, aber eben auch ein bisschen Holz. Wir haben den Jungs ein paar Fragen für ein kurzes und knackiges Interview geschickt.

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Wer sind Golf? Könnt ihr euch kurz vorstellen?
Golf sind die fantastischen Vier: Wolfgang Pérez, Nils Asthoff, Jonathan Heitkämper und André Hörmeyer.

Wann und wie seid ihr zur Musik gekommen?
Seitdem wir 10 sind, haben wir gefühlt jedes Jahr eine neue Band gegründet. Wir haben gerappt, gepogt, komische Töne aus Gameboys rausgeholt, an Synthis rumgeschraubt, waren eine „coole” Indieband und irgendwann dann Golf.

Beschreibt eure Musik in drei Worten
funky groovy fresh

Bereut ihr euren Bandnamen schon, weil man euch so schlecht googlen kann?
Nö. Jetzt können wir besser messen wie berühmt wir sind. Aktuelles Ergebnis: Gar nicht.

Nennt ein Album, einen Künstler oder ein Erlebnis, das eure Sicht auf Musik verändert hat.
Daft Punk’s „Discovery“! Alles daran.

Wenn nicht “Playa Holz”, wie hätte euer Album noch heißen können? Chico Roulade, Isla de Kartoffel…?
Isla de Kartoffel! Wunderschön. Wären wir da vorher drauf gekommen, würde das Album jetzt so heißen. “Playa Holz” war für uns ein Klangexperiment. Welche Worte kann man so richtig hart aufeinanderknallen lassen, dass es schon fast wehtut im Ohr. Vom Inhalt und vom Klang her. Der Name stand schon ganz am Anfang fest, deshalb kann man dieses Prinzip der Gegensätze zwischen smoothen Grooves (Playa) und eher kantigen, sperrigen Parts (Holz) bestimmt auch ein bisschen auf der Platte hören.

Was sagt Macaulay Culkin über euren Song?
Er liebt ihn! Auch wenn er kein Wort versteht. Nur seinen Namen natürlich.

“Auch ich muss es ertragen, auch ich werd es ertragen, dass mich nichts mehr bewegt, dass uns nichts mehr bewegt” – Ziemlich resignierte Haltung für Anfang 20. Wie kommt’s? Oder ist das eine Ausnahme?
; – )

Kritisiert eure Musik aus der Sicht von jemanden, der sie überhaupt nicht mag.
Die haben doch vor lauter Wort- und Tonspielereien das Songschreiben vergessen.

Was ist in Köln immer noch besser als in Berlin?
In Köln muss man sich nicht verkleiden, um in einen Club zu kommen. Außer an Karneval.

Ein Jahr in die Zukunft geschaut, was war das Beste, das euch 2016 passiert ist?
Endlich konnten wir „Playa Holz“ aus dem Studio rauslassen.

Und zum Schluss: Wenn eure Musik ein Ding wäre, was wäre sie dann und warum?
Ist ein Strand aus Holz ein Ding? Wenn ja, dann das. Ansonsten eine Honigmelone.

(Fotos: Alexander Gehring)

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