TIDAL Rising: Nobodys Face

TIDAL Rising: Nobodys Face

Nobodys Face ist bekannt als DJ und Produzent von Marteria und Teil von Green-Berlin-Team. Jetzt veröffentlicht er sein Debütalbum.

Das Konzept-Album “Niemandsland” von Nobodys Face behandelt 24 fiktive Stunden im Leben des Wahlberliners Henrik Miko. Die instrumentalen Kompositionen erstrecken sich zwischen zeitlosen und zeitgemäßen HipHop-Beats, Samples und elektronischen Sound-Elementen. So werden verschiedene musikalische Welten, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören, gekonnt zueinander geführt.

Bisher drängte sich Nobodys Face mit seiner stillen, beinahe introvertierten Persönlichkeit niemals in den Vordergrund. Als DJ und Produzent blieb ihm neben seiner Arbeit für Marteria/Marsimoto stets genügend Zeit und Raum, um in Ruhe seinen eigenen Soundentwurf zu entwickeln und zu definieren.

Jetzt ist es endlich soweit: Nobodys Face tritt aus dem Schatten heraus und erforscht auf “Niemandsland” zum ersten Mal auf umfassende Weise seine eigene musikalische Sozialisation und den Stand seiner Kunst.

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Wer ist Nobodys Face? Kannst du dich kurz vorstellen?

Ich heiße Henrik Miko und bin 33 Jahre alt. Gebürtiger Rostocker, lebe aber derzeit in Berlin.

Wann und wie hast du angefangen Musik zu machen?

Ich habe mir mit 13 meine ersten Plattenspieler gekauft und viel, sehr viel geübt. Teilweise sogar nächtelang, sodass meine Eltern mich und meine Freunde aus der Wohnung schmeißen mussten, weil wir sonst nicht aufgehört hätten. Mit 16 hat mir das Auflegen dann nicht mehr gereicht und ich habe meinen ersten eigenen Beats gebaut… Wohl bemerkt mit einem miserablen USB Keyboard, welches nie richtig funktioniert hat.

Wer waren deine ersten musikalischen Helden?

Ich glaube Michael Jackson und Jimi Hendrix.

Nenne ein Album, einen Künstler oder ein Erlebnis, das deine Sicht auf Musik verändert hat.

Tomita mit “Bilder einer Ausstellung”.

Was hast du Leuten zu sagen, die immer nur anti sind?

Haha, da fragst du den Falschen. Ich bin selber sehr oft anti, anti dies anti das, wir leben in einer anti Stadt.

Was für ein musikalisches Genre kannst du einfach nicht verstehen?

Mittlerweile inspiriert mich jede Musikrichtung. Ich kann aus allen Genres interessante Elemente ziehen.

Ich möchte einen Ausflug nach Rostock machen. Was sollte ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen?

Da gibt es so einige schöne Ecken. Was du dir aber definitiv ansehen solltest, ist der Strand in Warnemünde. Dort kann man auch super Fischbrötchen essen. Auf keinen Fall darfst du aber zu Backfisch Udo gehen, könnte übel enden.

Wenn du kein Musiker wärst, was würdest du dann machen?

Das ist eine schwierige Frage… als Kind wollte ich Archäologe werden, dann Feuermann und dann Polizist. Das hat sich jeden Monat geändert. Dann kam meine Vorliebe für die Musik, und hat alles andere in den Schatten gestellt.

Kannst du uns einen anderen aufstrebenden Künstler empfehlen?

Auf meinem Album habe ich einen Song mit Enda Gallery, der auch unter dem Namen Delush bekannt ist. Den finde ich super.

Was steht als nächstes für Nobodys Face an?

Von Mitte November bis Anfang Dezember ist eine kleine Clubtour geplant. Dann soll es erstmal in meinen wohlverdienten Urlaub gehen. Im Januar, Februar und März wird die Clubtour dann weitergeführt. Währenddessen mische ich immer wieder mal was für diverse Künstler. Ich habe auch schon so einige Ideen für das nächste Release!

Ein Jahr in die Zukunft geschaut, was ist das Beste was dir 2017 passiert ist?

Definitiv der 1,40 m Hecht.

Und zum Schluss: Wenn deine Musik ein Objekt wäre, was wäre sie dann und warum?

Sie wäre eine Blume, die wächst und gedeiht. Denn genau das Gleiche soll mit meiner Musik auch passieren.

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