TIDAL Rising: Roosevelt

TIDAL Rising: Roosevelt

Der Multi-Instrumentalist Marius Lauber aka Roosevelt war Praktikant beim c/o pop Festival in Köln, etablierte sich schon in jungen Jahren als DJ und wird mittlerweile von der internationalen Musikpresse gefeiert. Hot Chip signten ihn in Großbritannien für ihr Label Greco-Roman. Entsprechend gespannt war die Welt auf sein Debütalbum, das Roosevelt komplett selbst aufgenommen und produziert hat. Und wirklich: sein glitzernder, dynamischer Electropop strotzt nur so vor Euphorie und wird, damit er nicht allzu zuckrig klingt, mit der genau richtigen Dosis Melancholie ausbalanciert. Ein Juwel von einem Debüt! Wir wollten Marius noch etwas besser kennenlernen und haben ihm ein paar Fragen geschickt.

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Wer ist Roosevelt? Kannst du dich kurz vorstellen?
Roosevelt ist der Name meines Soloprojekts, für das ich alleine aufnehme und produziere, und live als Band auftrete.

Wann und wie bist du zur Musik gekommen?
In meinen Teenager-Jahren war ich in mindestens 10 verschiedenen Bands, habe Gitarre, Bass und Schlagzeug gespielt… Irgendwann war es also konsequent, meinen eigenen Sound zu finden und an einer eigenen Veröffentlichung zu arbeiten.

Wer waren die musikalischen Helden deiner Jugend? Wer sind die guilty pleasures?
Strokes, Queens Of The Stone Age, Foo Fighters, irgendwann Justice, Daft Punk, Røyksopp. Den Ausdruck “Guilty Pleasure” würde ich aber nicht verwenden, da dies alles wichtige Wegpunkte für mich waren.

Was ist in Köln immer noch besser als in Berlin?
Die Städte haben beide ihre Vor- und Nachteile, in Köln mag ich aber die Übersicht – Die Stadt verändert sich nicht so schnell wie Berlin und man findet schneller Zugang zur Szene. Genre-Abgrenzungen gibt es nicht, jeder wird involviert und man arbeitet auch mal mit Leuten, die nicht offensichtlich den selben Stil haben.

Beschreib deine Musik mit drei Worten.
Kick, Snare, Hats.

Mit deinen Singles hast du bereits einen internationalen Hype ausgelöst. Fühlst du dich dadurch beflügelt oder auch ein wenig unter Druck gesetzt?
Es motiviert mich im Studio, zu merken, dass Leute auf meine Musik warten und gespannt sind, was ich mache. Das erzeugt aber nicht mehr Druck, sondern sorgt eher dafür, dass ich manchmal nicht komplett verzweifel.

Woran hast du heute morgen als erstes gedacht?
Dass ich wahrscheinlich meinen Flug verpasse.

Wenn wir dir für morgen ein Blanko-Flugticket schenken würden, wohin ginge deine Reise?
Sydney!

Was ist dein Lieblingstrack deines Debüts und warum?
Lieblingstracks gibt es nicht – live sind aber zur Zeit “Colours” und “Belong” Favoriten – das ändert sich aber auch oft.

Warum sollten wir dieses perfekte Sommeralbum unbedingt auch im Winter anhören?
Weil es kein Sommeralbum ist.

Kritisiere deine Musik aus der Sicht von jemanden, der sie überhaupt nicht mag.
Zu schön, um wahr zu sein.

Kannst du uns junge aufstrebende Künstler aus Köln empfehlen?
Woman, Golf, Coma, Von Spar.

Ein Jahr in die Zukunft geschaut, was war das Beste, das dir 2016 passiert ist?
Das Album fertig zu kriegen.

Und zum Schluss: Wenn deine Musik ein Tier wäre, welches wäre sie und warum?
Eine Qualle: Quallen können keines natürlichen Todes sterben.

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